| Die St.Thomas-Gemeinde trauert um Renate Pump | |
| Die Trauerfeier findet am 5.Februar um 10 Uhr in der St.Thomas-Kirche statt | |
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Viele Mitglieder der
St.Thomas-Gemeinde konnten die Nachricht nicht fassen, dass Renate Pump
in der Nacht vom 9. auf den 10. Januar im Krankenhaus gestorben ist.
Auch wenn viele von ihrer schweren Krankheit wussten, die sie in den
letzten Jahren begleitete, groß war doch die Hoffnung, dass uns noch
weitere gemeinsame Jahre geschenkt würden.
Doch ein paar Wochen vor Weihnachten meldete sich die Krankheit zurück, zunächst mit unklaren Symptomen bis dann am Anfang des Jahres die Ursache festgestellt wurde. In ein paar wenigen Tagen mussten dann die Familie und die Freunde Abschied nehmen. Renate Pump, die aus Kiel stammte, zog vor Jahrzehnten mit ihrem Mann an den Mariannenplatz und fand hier ihr zuhause. |
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Die St. Thomas-Gemeinde lernte sie über ihre Kinder, dann über die Mitwirkung im Kirchenchor kennen und war in den letzten zwanzig Jahren ein Merkmal dieser Gemeinde. Auch wenn sie dies nicht gut hören konnte, schon aufgrund ihrer Länge war sie ein wirklicher Leuchtturm und ein Erkennungszeichen. Über nunmehr fast 15 Jahren arbeitete sie im Gemeindekirchenrat mit und war 6 Jahre die Vorsitzende. Nicht mit einer großen Rednergabe ausgestattet und keine Theoretikerin, wusste sie nach Zuhören und Gesprächen sehr genau, was sie wollte und auch, was sie nicht wollte. Dafür setzte sie sich dann sehr konsequent und hartnäckig ein. Und kein Superintendent oder Pfarrer oder… konnte sie von ihrer Einsicht abbringen. Der Aufbau der St.Thomas-Gemeinde, die Bildung einer Gemeinde hier am Mariannenplatz, über die Grenzen der früheren Mauer hinweg, war ihr ein Grundanliegen. Um die Menschen sollte es gehen, sie waren ihr wichtig. In vielen Bereichen war sie in diesen Jahren des Umbruchs hier tätig. Ehrenamtlich schloss sie manche Lücken, die die wegfallenden Personalstellen rissen. Zuverlässig, auf zutiefst christlichem Fundament war sie eine Mitarbeiterin Gottes. Mit anderen zusammen, war es ihr ein Herzensanliegen, die St.Thomas-Kirche zu einem Ort der Besinnung zu machen. Zusammen mit ihrem Mann setzte sie dafür viel Kraft und Zeit ein. Stets war es ihr wichtig, bei allen Aktivitäten darauf zu achten, dass wir als christliche Gemeinde erkennbar sind und bleiben, gleichzeitig aber auch ein Ort werden, in dem Menschen zuhause sind. Mit Skepsis betrachtete sie die zunehmende Zentralisierung und Machtverschiebung auf die Kirchenkreisebene. „Die wissen doch überhaupt nicht mehr, was in den Gemeinden läuft.“ Doch voller Zuversicht nahm sie die Aufgabe an, Teil einer lebendigen Gemeinde vor Ort zu sein. Sie wusste aus diesen zwanzig Jahren, was alles möglich war, wenn sich Menschen im Vertrauen auf Gott zusammenfanden. Mit Freude erlebte sie, dass die Landeskirche die St. Thomas-Kirche für den letzten Reformationsgottesdienst aussuchte. Dies war auch eine Anerkennung für ihre Arbeit. Gerne übernahm sie in diesem Gottesdienst einen Teil des Fürbittengebetes. Das 140jährige Jubiläum der Thomas-Kirche am 4.Advent konnte sie nur vom Krankenhaus aus verfolgen. Doch am Heilig Abend durfte sie die Christvesper mit der Pröpstin und einer großen Gemeinde in ihrer Thomas-Kirche mitfeiern. Es war ihr letzter Gottesdienst. Die Losungsbücher für das neue Jahr verpackte sie noch weihnachtlich für ihre Geschwister aus dem Gemeindekirchenrat. Ein letzter Hinweis auf den tragenden Grund über den Tod hinaus. So soll uns in unserer Arbeit hier in St.Thomas die Jahreslosung für dieses Jahr als ihre Mahnung begleiten und immer wieder neu aufgehen: „Jesus Christus spricht: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich.“ Renate Pump wird uns fehlen und wird uns doch weiter begleiten. Traurig und dankbar geben wir sie zurück in Gottes Hand. Pfarrer Christian Müller
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