| Eröffnung der Dauerausstellung : |
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"Zwangsarbeiter
des kirchlichen Friedhoflagers 1942-45" Auch unsere Gemeinde setzte Zwangsarbeiter aus diesem Lager ein! Am Jahrestag der Befreiung der
Zwangsarbeiter wird die Ausstellung Sa,
den 24. April 2010, 14.00 – 16.00 Uhr Teil 1: Kapelle Kirchhof der Luisenstadtgemeinde, Hermannstr. 186-190 Teil 2: Ausstellungs-Pavillon St. Thomasfriedhof, Hermannstr. 179-185 Neukölln S Hermannstr., U Leinestr. Geöffnet: So, den 25. April 14.00-18.00 Uhr, ab dann mittwochs und samstags zur selben Zeit bis November sowie nach Vereinbarung. Kontakt: 030-22 50 45 13, Der
Generalsuperintendent von Berlin, Pfarrer Ralf Meister, schreibt den
Gemeinden aus diesem Anlass: Liebe
Schwestern und Brüder, seit
10 Jahren engagieren sich Ehrenamtliche in der AG NS-Zwangsarbeit Berliner
Evangelischen Kirchengemeinden für die ehemaligen kirchlichen
Zwangsarbeiter von unseren Friedhöfen. Verschleppt aus der Ukraine und
Russland, mussten sie während des Zweiten Weltkriegs auf unseren Friedhöfen
arbeiten und im kirchlichen Lager auf einem Friedhof an der Neuköllner
Hermannstraße leben. Stand anfangs der unmittelbare Kontakt zu den zehn
gefundenen Zwangsarbeitern und ihre finanzielle Unterstützung durch
gesammelte Spenden im Vordergrund, so geht es nach dem Tod der meisten von
ihnen verstärkt um die mediale Weitergabe
ihrer Erfahrungen in der Gedenkarbeit und die Entwicklung einer
aktiven Erinnerungsarbeit. Diese verschließt die Augen nicht vor der
Schuld, die unsere Kirche mit der Beteiligung am Verbrechen der
NS-Zwangsarbeit auf sich geladen hat. Am
Jahrestag der Befreiung des kirchlichen Zwangsarbeiterlagers eröffnen wir
in dem Zusammenhang eine Dauerausstellung, in der u.a vier ehemalige
kirchliche Zwangsarbeiter poträtiert und entscheidende Erlebnisse und
Erfahrungen ihrer Zwangsarbeiterzeit im kirchlichen Lager beschrieben
werden. Zur
Eröffnungsfeier erwarten wir den Sohn eines inzwischen verstorbenen
kirchlichen Zwangsarbeiters. Ich lade alle Gemeinden sehr herzlich zu der
Feier ein. Die
Ausstellung ist Bestandteil der Gedenkstätte für kichliche
Zwangsarbeiter und dauerhaft in einem Glaspavillon auf dem St.Thomas
Friedhof untergebracht. Dort stehen auf Anfrage Gesprächspartner unseres
Arbeitskreises und weitere Medien zur Vertiefung der Information zur Verfügung.
Nutzen Sie diese neue Möglichkeit für die Konfirmandenarbeit oder für
einen Besuch der Gedenkstätte mit anderen gemeindlichen Gruppen. Drei
der ehemaligen Zwangsarbeiter leben noch. Sie sind inzwischen über 80
Jahre alt und sehr arm und krank. Um
ihnen die letzten Lebensjahre etwas zu erleichtern zu können und für
den weiteren Ausbau der Gedenkstätte, bei der es um die Gestaltung des früheren
Lagerstandortes geht, bitte ich Sie herzlich sehr um eine Kollekte.
KontoNr. 40959 Hst.52/5334 Konsistorialkasse Berlin, EDG Kiel BLZ 100 602
37, Stichwort: Zwangsarbeit. Es
grüßt Sie herzlich gez. Ihr R. Meister
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