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"Café Krause"

 

  Obdachlosencafe der

St.Thomas-Gemeinde

 

 

Ab 01. November 2016 bis Ende März 2017 ist unser Obdachlosencafe im Rahmen der Berliner Kältehilfe immer Dienstag bis Freitag von 07:00 bis 09:30 Uhr geöffnet.

 

Auch in diesem Jahr wird das Cafe Krause ebenfalls immer Dienstag bis Freitag von 17:00 bis 21:00 Uhr Mitarbeitern
der Johanniter-Unfallhilfe offen gehalten. Auch in dieser Zeit gibt es warme
Getränke und Suppe.
Jeden Mittwoch steht ein Krankenwagen mit einem Arzt für eine ärztliche Notversorgung zur Verfügung.

 

 

 

 

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"Cafe Krause" - das etwas andere Cafe

 Eine Projektbeschreibung

 

Wer morgens gegen 6 Uhr an der Thomas-Kirche vorbeifährt, wundert sich: da stehen Menschen am Nebeneingang und warten, dass sie in die Kirche dürfen. Mancher fragt sich, ob St.Thomas wieder eine Frühmesse eingeführt hat. Doch dem ist (noch) nicht so. Die Menschen, die da warten und denen man manchmal ansieht, dass sie nicht unbedingt auf der Sonnenseite unserer Gesellschaft sind, warten auf die Öffnung des „Cafe Krause“. Von Dienstag bis Freitag kann man von 6-9 Uhr (im Winter auch länger) zum Frühstück kommen. Ein Frühstück, das sich dadurch auszeichnet, dass es den ersten Pott Kaffee umsonst gibt, ebenso fast immer eine warme Suppe, Brot, Tee und einen manchmal reichlichen, manchmal auch kargen Belag.

 

25 Menschen haben Platz in diesem Raum, der vor vielen Jahren eine der beiden Taufkapellen war, die die Gemeinde brauchte, um Orte für die vielen Taufen zu haben. In der zweiten Taufkapelle ist eine kleine Küche untergebracht, um das Frühstück vorzubereiten.

 

Zwischen 30 und 60 (im Winter und am Monatsende sind es manchmal auch mehr) Menschen kommen, um dieses Angebot wahrzunehmen. Es ist eine Anlaufstelle vor allem auch für Menschen, die morgens hier einen Ort haben, um hinzukommen, ein paar Gespräch zu führen, mit Menschen zusammen zu kommen und dann wieder (so sie haben) nach Hause zu gehen. Zunehmend wird es deshalb auch von Älteren genutzt.

 

Die Geschichte dieses „Cafe Krause“ beginnt 1987. Damals hatte die EG (Europäische Gemeinschaft) Schwierigkeiten, ihre Butter und Fleischberge loszuwerden. So wurde über die Wohlfahrtsorganisationen angeboten, warme Mahlzeiten zu liefern. Nachdem einige aus der Gemeinde dieses Angebot annehmen wollten, fand sich ein Raum in unserer sog. „Villa Krause“ im Hintergarten des Gemeindegeländes. Heute steht dort das „Kirchliche Archivzentrum“.

 

Nach kurzer Zeit wurden bis zu 200 Essensportionen ausgegeben. Uns war klar, nachdem diese Aktion nach 8 Wochen wieder eingestellt wurde, dass wir diesen Raum nicht einfach wieder schließen konnten. Und so begann das „Cafe Krause“ - verknüpft mit Willi Kanonenberg, der rund um den Mariannenplatz weit bekannt war. Er war einer, der, selbst katholisch, die ökumenische Verbindung zwischen der katholischen St.Michaels-Gemeinde in der Waldemarstraße und der evangelischen St. Thomas-Gemeinde am Leben hielt. So entstand daraus ein gemeinsames Projekt der beiden Gemeinden, finanziell durch Spenden getragen, personell meist durch ehrenamtliche MitarbeiterInnen.

 

Nur kurzzeitig konnten wir uns hauptamtliche Mitarbeiter leisten.

 

Inzwischen gibt es eine lange Liste von ehrenamtlichen Mitarbeitern, die dieses „Cafe Krause“ (genannt nach dem Unfallarzt, der vorher in diesem Gartenhaus seinen Sitz hatte) „bewirtschaftet“ und ungezählte Gäste bewirtet haben. Viele davon sind schon verstorben wie Fritz Konowatzky, Jürgen Feuser, Peter Eimler, Lothar.

 

Manche arbeiteten nur ein paar Monate mit, andere schon viele Jahre.

 

Nachdem unsere „Villa Krause“ dem Kirchlichen Archivzentrum weichen musste und der Gemeinde auch wieder die Kirche zur Verfügung stand, zog das Cafe in die Nebenräume der Kirche um.

 

Einiges hat sich seither verändert. Im Winter werden wir hoffentlich auch weiterhin durch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg unterstützt, die Berliner Tafel liefert Lebensmittel, die ausgegeben werden können, um Spenden müssen wir verstärkt werben, um diese Anlaufstelle auch im Sommer aufrecht erhalten zu können; die St.Michaels-Gemeinde ist seit zwei Jahren aus der Trägerschaft ausgestiegen, da sie nach der Fusion mit der St.Liebfrauen-Gemeinde eigene Projekte zu finanzieren hat.

 

Doch Sie sind herzlich eingeladen, auch einmal vorbeizukommen, um uns kennen zu lernen.

 

Pfarrer i.R. Christian Müller



Damit dieses Projekt weiter bestehen kann, sind wir  auch auf Spenden angewiesen.

 

Konto:

Ev. Darlehensgenossenschaft e.G. Berlin (EDG)

 

Empfänger:

KG St. Thomas

IBAN:

DE30 2106 0237 0613 7412 80

BIC:

GENODEF1EDG

 

 

 

 

 

 

mit dem Vermerk „St.Thomas-Cafe Krause“

 

Vielen vielen Dank für Ihre Unterstützung!