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Zwangsarbeiter des kirchlichen Friedhoflagers 1942-1945

 

 

Seit über 10 Jahren engagieren sich Ehrenamtliche in der AG NS-Zwangsarbeit Berliner Evangelischen Kirchengemeinden für die ehemaligen kirchlichen Zwangsarbeiter von unseren Friedhöfen. Verschleppt aus der Ukraine und Russland, mussten sie während des Zweiten Weltkriegs auf unseren Friedhöfen arbeiten und im kirchlichen Lager auf einem Friedhof an der Neuköllner Hermannstraße leben. Stand anfangs der unmittelbare Kontakt zu den zehn gefundenen Zwangsarbeitern und ihre finanzielle Unterstützung durch gesammelte Spenden im Vordergrund, so geht es nach dem Tod der meisten von ihnen verstärkt um die mediale Weitergabe  ihrer Erfahrungen in der Gedenkarbeit und die Entwicklung einer aktiven Erinnerungsarbeit.

Diese verschließt die Augen nicht vor der Schuld, die unsere Kirche, darunter auch die St.Thomas-Gemeinde und viele Kirchengemeinden im Kirchenkreis Stadtmitte, mit der Beteiligung am Verbrechen der NS-Zwangsarbeit auf sich geladen hat.

 

 

Auf dem Gelände des St.Thomas-Kirchhofs befindet sich daher seit 2010 eine umfassende Dauerausstellung über das kirchliche Friedhofslager.

Gezeigt werden neben den Orten auch Einzelschicksale, die rekonstruiert werden konnten. Vier Lebens- und Leidensgeschichten von Lagerinsassen können in der Ausstellung nachvollzogen werden.

 

Dort stehen auf Anfrage Gesprächspartner des Arbeitskreises und weitere Medien zur Vertiefung der Information zur Verfügung. Nutzen Sie diese neue Möglichkeit für die Konfirmandenarbeit oder für einen Besuch der Gedenkstätte mit anderen gemeindlichen Gruppen.

 

Zwei der ehemaligen Zwangsarbeiter leben noch. Sie sind inzwischen über 80 Jahre alt und sehr arm und krank. Um  ihnen die letzten Lebensjahre etwas zu erleichtern zu können und für den weiteren Ausbau der Gedenkstätte, bei der es um die Gestaltung des früheren Lagerstandortes geht, bitte wir Sie herzlich sehr um eine Spende oder Kollekte Ihrer Gemeinde.

KontoNr. 40959 Hst.52/5334 Konsistorialkasse Berlin, EDG Kiel BLZ 100 602 37, Stichwort: Zwangsarbeit.

 

 

 

Ausstellungs-Pavillon St. Thomasfriedhof, Hermannstr. 179-185

sowie

 

 Kapelle Kirchhof der Luisenstadtgemeinde, Hermannstr. 186-190

 

Neukölln S Hermannstr., U Leinestr.

 

Geöffnet: von April bis November mittwochs und samstags von  14.00-18.00 Uhr,  sowie nach Vereinbarung.

 

Kontakt: (030)22 50 45 13,