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Mauerbau und Mauerfall

 

"... und plötzlich ging es hinter der Kirche nicht mehr weiter!"

 

Diese Erfahrung mussten im August 1961 viele Kreuzberger und vor allem Gemeindemitglieder der St.Thomas-Gemeinde machen. Berlin wurde durch einen, später hoch gesicherten, Mauerstreifen geteilt. Aus der Luft sah der sogenannte Todesstreifen wie eine dicke Narbe im Gesicht der größten deutschen Stadt aus. Mit dem Mauerbau war nicht nur die Welt von "West-Berlin" hinter der St. Thomas-Kirche zuende, auch die Gemeinde musste die Teilung beklagen. Ca. 1/3 des Gemeindegebietes lag nun im politischen Osten und konnte von den hießigen Pfarrern nicht mehr mit versorgt werden.

Auch nach dem friedlichen Fall der Berliner-Mauer und der deutschen Wiedervereinigung gehört das damals abgetrennte Stück des Gemeindegebietes nicht zur St.Thomas-Gemeinde.

 

Im Vorraum der St.Thomas-Kirche wurde über viele Jahre von Detlef Kämmer ehrenamtlich eine ansehnliche Ausstellung zum Thema Mauerbau und Mauerfall aufgebaut. Zu sehen sind große Fotos des Gebietes aus den Zeiten vor dem Mauerbau, mit Mauer und auch danach. In dicken Ordnern sind viele Bilder, Zeitungsartikel und Zeitzeugenberichte über die Zeit ab 1961 hier im Kiez zusammengetragen worden. Stellwände bieten eine Überblick über die geschichtlichen Zusammenhänge und in den Vitrinen liegen noch einige originale Mauerstücke zum Verkauf bereit.

Da die Kirche in der Regel von Detlef Kämmer persönlich offen gehalten wird, gibt er gern nicht nur zu dem Kirchengebäude und seiner Geschichte sondern auch über die Inhalte der Ausstellung Auskunft.

 

Die St.Thomas-Kirche ist in der Regel täglich von 9:00 Uhr bis 14:00 Uhr geöffnet (in den Sommermonaten auch manchmal bis 16:00 Uhr).

Führungen sind nach Voranmeldung möglich.