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Angekommen

 

Im September jährt sich der Tag der Besetzung unserer Kirche durch eine Gruppe afrikanischer Geflüchteter bereits zum vierten Mal. Die Besetzung konnte – dank der Hilfe der Landeskirche und des Kirchenkreises Berlin-Stadtmitte – nach drei Tagen beendet werden. Das Flüchtlingsprojekt, dass daraus entstand, ist jedoch, streng genommen, noch immer nicht abgeschlossen. Die Bemühungen, den Menschen, die seinerzeit ohne Aufenthaltsstatus und ohne Unterkunft, Zuflucht in der Kirche gesucht hatten, einen geregelten Aufenthalt und eine bessere Integration zu verschaffen, haben immerhin für eine erhebliche Zahl von ihnen Erfolg gehabt – darunter auch für die fünf Männer, die 2014 und 2015 in unserer Gemeinde untergebracht und auch danach in unserer Versorgung und Betreuung gewesen waren. Andere sind – aus unterschiedlichen Gründen – gescheitert und werden Berlin wieder verlassen müssen – teilweise nach mehr als fünf Jahren des Wartens, Hoffens und Bangens…

 

Am 23. September 2018 werden wir in einem Gottesdienst innehalten, uns die ereignisreiche Geschichte des Projektes vor Augen führen, uns mit den Erfolgreichen freuen, ohne die Gescheiterten zu vergessen. Das gleiche Ziel verfolgt die Ausstellung, die am selben Tag, nach dem Gottesdienst eröffnet wird:

„Geflüchtete lernen die deutsche Arbeitswelt kennen“ – so der Name des 2015 gestarteten Versuchs, den Menschen ohne Arbeitserlaubnis Möglichkeiten zu bieten für Kontakte zu Betrieben und Institutionen, die Beschäftigungsmöglichkeiten bieten. Das Programm war in Zusammenarbeit mit dem Verein Schlesische 27 e.V. entwickelt worden – und tatsächlich haben inzwischen viele der damaligen Kirchenbesetzer auf diesem Weg oder auch durch Eigeninitiative eine Beschäftigung gefunden.

 

Die Fotoausstellung, die nach dem Gottesdienst in der Kirche eröffnet wird, widmet sich in der Hauptsache diesem Thema. Teilweise in Gegenüberstellung mit Fotos aus der Zeit um 2014 zeigt sie die Menschen an ihren Arbeitsplätzen, aber auch in ihrer Freizeit, kurzum: Mitten im Leben. Die Ausstellung ist eine Idee von Nasir Khalid, einem der Geflüchteten.

Vielleicht können die Menschen, die die Bilder betrachten, ein bisschen erahnen, wie lang und kompliziert dieser Weg gewesen ist – und wie sehr er sich gelohnt hat. Den zahlreichen Unterstützer/innen und nicht zuletzt den Betroffenen selbst können sie zur Erinnerung dienen an vier bewegte Jahre und an eine Vielzahl unvergesslicher Begegnungen.

 

 

Fotoausstellung:

„Angekommen? Geflüchtete und die deutsche Arbeitswelt“

 

Ausstellungseröffnung am 23. September, 11:30 Uhr, nach dem Gottesdienst
 

Öffnungszeiten im Rahmen der Offenen Kirche:

Montag bis Donnerstag 11 -16 Uhr

Freitag 11 - 18 Uhr

Samstag 10 – 14 Uhr

Sonntag 10 – 18 Uhr, sowie zu den Veranstaltungen.

 

Bernd Moltzan, Mail