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Cranach lebt

 

Bilder & Fotografien von Beate Spitzmüller

 

Man glaubt sie zu kennen: die Fratzen, die Grimassen, die von Leid verzerrten und von Angst entstellten Gesichter. 2008, während eines Stipendiums, hat die Künstlerin Beate Spitzmüller diesen Figurenkomplex entdeckt, der sich auf der Rückseite des Cranach Altars in der Stadtkirche in Wittenberg befindet und den sie jetzt in der neuen Ausstellung „Cranach lebt- anWandlungen in der Thomaskirche präsentiert.

Daneben zeigt die Künstlerin zwei weitere Aspekte, die sich in ihren Werken finden und setzt diese in Verbindung zum Werk von Cranach. Dabei spielt der Capriccio Gedanke ein wesentliches Element. Nicht nur die auf Metallplatten gedruckten Porträts sondern auch die abstrakt anmutenden Wasserarbeiten und die aktuelle Auseinandersetzung mit der Mode im Werk von Cranach hinterlassen einen intensiven Eindruck auf den Betrachter und sind genauso aktuell wie in seiner Zeit.

In dieser Ausstellung zeigt Beate Spitzmüller Arbeiten, die die mittelalterliche Ikonographie mit unserem heutigen Bewusstsein und unserer Vorstellung verbinden. Sie entwickelt eine neue Bildsprache u.a. durch den Einsatz zeitgemäßer Technik und schafft einen Spannungsbogen in unsere heutige Zeit.

Beate Spitzmüller zeichnet, fotografiert, filmt und entwickelt Konzepte für ihre Installationen. In ihren Arbeiten verbinden und beeinflussen sich verschiedene Medien. Sie arbeitet konzeptionell, meist in Bildreihen und Serien. In der Zeichnung finden sich konzeptionelle Elemente, die Fotografie hat eine große malerische Komponente. Seit Jahren beschäftigt sie sich schwerpunktmäßig mit dem Thema Zeit, deren Prozesse und der Identität und setzt sich mit gesellschaftlichen, sozialen und ökologischen Fragen auseinander. In diesem Zusammenhang entstehen interdisziplinäre und partizipative Projekte.

Beate Spitzmüller macht Ausstellungen und Kunstprojekte im In- und Ausland wie z.B. in der Schweiz, USA, Australien, Indien, Polen und Tschechien. Auch in den letzten Jahren, während ihrer Stipendien in Böblingen und Südafrika forschte sie über menschliches Erinnern und ging dem Gedächtnis von Orten nach.

 

Vernissage, Sonntag, 24. September 2017, 13 Uhr
Ausstellungsdauer bis 12. November 2017
Öffnungszeiten im Rahmen der Offenen Kirche Montag bis Freitag 10-14 Uhr, sowie zu anderen Veranstaltungen und Gottesdiensten

 

Weitere Informationen über:

www.beate-spitzmueller.de


Bernd Moltzan, Mail: