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Gedanken zum Monatsspruch November 2017

 

Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein

und sie sollen mein Volk sein.“

Hesekiel 37, 27

 

Ende September fanden Neuwahlen zum Deutschen Bundestag statt. Doch mit froher Hoffnung lässt sich die Stimmung in unserem Land zur Zeit kaum beschreiben. Im Gegenteil! Ich habe den Eindruck, dass das Wahlergebnis eine tiefe Angst vor der Zukunft widerspiegelt.

Das bestätigen auch Untersuchungen, die zeigen, dass viele Menschen verunsichert sind. Sie haben das Gefühl, dass es morgen sicher schlechter sein wird als heute. Die Zeitungsmeldungen und Nachrichtenbilder dieser Tage tun da ihr Übriges: Terroranschläge, Säbelrasseln und atomare Beben in Korea, Umweltkatastrophen in Texas, Waldbrände in Südeuropa, Bürgekriege in Syrien und Irak, Hungersnöte in Afrika und Flüchtlingsdramen im Mittelmeer. - Ist unsere Welt eigentlich noch zu retten?

 

Der Politik, egal welcher politischer Richtung, trauen nur die Wenigsten eine spürbare Veränderung zu. Was dazu nötig wäre, das passt ja auch in kein Wahlprogramm.

Wer will den Menschen sagen, dass sich grundsätzliches etwas ändern muss, nämlich sie selber?

Der Monatsspruch könnte eine Antwort sein:

„Gott spricht: Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“

Es gibt viele Menschen, für die die Bibel ein Buch mit sieben Siegeln ist, das sich ihnen nicht erschließt. Sie können mit der Aussage Gottes, „Ich will unter ihnen wohnen und will ihr Goot sein“ gar nichts anfangen.

Viele können die lebendige Stimme Gottes aus der Heiligen Schrift nicht hören, da sie die Orientierung verloren haben und im Dunkeln tappen.

Wer Gott hören will, muss Augen und Ohren offen haben, Worte des Buches hören, nicht religiöse Ideologien. Dann könnte bei vielen ein Licht aufgehen und Gott unter ihnen wohnen.

Dann kann geschehen, dass vieles durch Menschen und im Namen Gottes in die Tat umgesetzt wird, wenn wir Ohren und Herzen - weit aufmachen. Fangen wir auch hier bei uns selber an und werden sensibel und hören und sehen und spüren, dass Gott unter uns wohnen will.

Es kann möglich sein, wenn wir bei uns anfangen, mit hörenden Ohren und sehenden Augen die Welt im Lichte Gottes wahrzunehmen.

Und ich kann mir jetzt auch vorstellen, dass unsere Ohren und Augen öffnend und Gott unter uns wohnen lassend, dass wir es mit den entmutigenden Nachrichten aufnehmen können, die uns täglich aus dem Internet, den Medien und den Zeitungen entgegen schlagen.

Beginnen wir den Tag einmal nicht nur mit dem Morgenmagazin im Fernsehen, oder mit Lektüre der Zeitung, oder im Smartphone, sondern begeistert von Gottes Wort und lesen dann die Zeitung oder schauen fern oder ins Internet. Dann schwingt die gute Hoffnung mit. Die Nachrichten werden dieselben sein, aber wir werden uns verändert haben. Denn das Besondere an der Hoffung ist, dass sie schon da anfängt sich zu erfüllen, wo sie einfach nur geweckt wurde. Dann wohnt Gott unter uns.

 

Pastor Ermano Meichsner